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Welche Verfahren gibt es?

Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie ist ein wissenschaftlich anerkanntes Verfahren. In mehreren Studien wurde die Wirksamkeit dieses Ansatzes dargelegt. Demzufolge werden verhaltenstherapeutische Behandlungen bei entsprechender Qualifizierung auch von den Krankenkassen getragen.

Der verhaltenstherapeutische Ansatz basiert darauf, dass jegliches Verhalten gelernt ist. Verhalten in diesem Sinne schließt auch Gedanken, Gefühle und Körperreaktionen mit ein. Gelernt meint nicht nur das bewusste Lernen, sondern auch unbewusstes Übernehmen von Meinungen. Schließlich bilden sich sogenannte automatisierte Denkmuster, welche als solche durch die betroffene Person selbst kaum zu identifizieren sind.

Insgesamt ist davon auszugehen, dass das Handeln und Erleben eines Menschen immer gewissen Mustern unterliegt: Hinter unseren Handlungen steht der Wunsch nach positiven Konsequenzen bzw. der Versuch negative Folgen zu vermeiden. Häufig wird hierbei vor allem nach den sogenannten kurzfristigen Konsequenzen geschaut. Die langfristigen Folgen sind dem Einzelnen bei seinen Handlungen nicht immer bekannt oder gleichgültig. Hiermit ist schon eine wichtige Ursache hinsichtlich der Ausbildung und Aufrechterhaltung problematischen Verhaltens zu erklären.

In der Therapie wird der Umstand ausgenutzt, dass gelerntes Verhalten auch wieder ver- und umgelernt werden kann. Dies meint jedoch ausdrücklich kein stupides Handeln, sondern schließt einen sehr hohen Grad an Transparenz innerhalb des therapeutischen Vorgehens mit ein.

Im Gegensatz zu den anderen Verfahren (Psychoanalyse und Tiefenpsychologisches Vorgehen) setzt die Verhaltenstherapie hauptsächlich am heutigen Erleben an. Dies hat seinen Hintergrund darin, dass die ursprünglichen Auslöser nicht immer auszumachen sind, mitunter falsch erinnert werden und schließlich auch darin, dass heute die Vergangenheit nicht mehr zu verändern ist. Verändern lässt sich jedoch die Sichtweise auf frühere Erlebnisse oder Eindrücke bzw. das aktuelle Verhalten (Gedanken, Gefühle, Körperreaktionen). Zusammen mit der Therapeutin erarbeitet der Patient neue Verhaltensweisen und übt diese immer weiter ein. Ambitioniertes Vorgehen innerhalb der Therapie kann zu neuen Erfahrungen führen, die wiederum zu neuen Sichtweisen verhelfen und lang bestehende Einstellungen verändern können.

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Psychotherapie Christiane Mörmel